Verzweifelt nach Geld! | Berlin – Tag & Nacht
hallo hallo schönen guten Tag
In dieser turbulenten Episode überschlagen sich die Ereignisse, als Amelie und ihre Freundin Sina in die verrückte Welt des Teleshopping-Callcenters hineingezogen werden. Alles beginnt mit einer harmlosen Verwechslung am Telefon, die Amelie beinahe den Mut nimmt. Doch ausgerechnet diese Fehlverbindung führt die beiden direkt in ein Abenteuer, das ihre prekäre Lebenssituation verändern könnte.
Die Ausgangslage ist schwierig: Die beiden jungen Frauen haben kein Geld, die Miete ist überfällig, und der Vermieter sitzt ihnen gnadenlos im Nacken. Mit süffisantem Lächeln erinnert er daran, dass er ihnen bereits Aufschub gewährt hat. Jetzt aber müsse endlich gezahlt werden. Für Amelie und Sina bedeutet das: Sie brauchen dringend einen Job. Zurück in die alte WG können sie nicht – dort gibt es weder Platz noch Frieden. Emy und Bruno haben sich längst eingerichtet, und Konflikte wären unvermeidlich.
Zwischen Humor, Verzweiflung und einem Funken jugendlicher Hoffnung entsteht die Idee: Warum nicht im Callcenter eines Teleshopping-Unternehmens probearbeiten? Der Einfall klingt verrückt, doch er bietet immerhin 15 Euro pro Stunde, keine Vorkenntnisse werden verlangt, und das Ganze sogar im Homeoffice. Für die beiden ist klar: Schlimmer kann es ohnehin nicht mehr werden. Also rufen sie an – und landen schneller im Bewerbungsgespräch, als ihnen lieb ist.

Dort erwartet sie eine skurrile Welt: Parfüm, das an Großmütter erinnert, eine Unternehmensphilosophie mit den „Big Five“ – aktiv zuhören, Ruhe bewahren, Lösungen anbieten, sanfte Sprache benutzen und nichts persönlich nehmen – und ein Chef, der Umsatz über alles stellt. Trotzdem wirken Amelie und Sina erstaunlich überzeugend. Sie wiederholen brav die fünf goldenen Regeln, spielen mit, und ehe sie sich versehen, dürfen sie in die ersten echten Kundengespräche starten.
Amelie wagt den Anfang. Ihr erster Anruf wirkt chaotisch, doch sie schafft es, einen Koffer zu verkaufen – inklusive Rabattangebot. Zwar will die Kundin zwischendurch sogar Zigaretten bestellen, doch Amelie bleibt freundlich. Das Ergebnis: Sie erhält das offizielle Equipment und wird direkt in den Schichtplan aufgenommen. Der Job scheint zunächst eine Art Rettungsanker zu sein.
Doch schnell zeigt sich, dass das Leben im Callcenter alles andere als einfach ist. Kunden beschweren sich über kaputte Bauchmuskelgeräte, erzählen von kranken Katzen oder reagieren schlicht unfreundlich. Amelie und Sina schwanken zwischen Höflichkeit, Hilflosigkeit und heimlichem Augenrollen. Besonders schwierig ist, dass sie parallel noch Schule und Alltag bewältigen müssen. Rufumleitungen aufs Handy, Ausreden über Durchfall oder „Tage“ werden zu improvisierten Notlösungen, um Arbeit und Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen.
Während sie sich mühsam durch die Telefonate kämpfen, platzt die Realität in ihr Leben: Hunger, Müdigkeit, Stress. Die Sorge, ob sie den Vermieter noch lange hinhalten können. Gleichzeitig erträumen sie sich einen kleinen Ausweg: Mit dem neuen Einkommen könnten sie endlich ihre Miete zahlen, unabhängig werden und den Spott ihrer Bekannten ignorieren.
Doch nicht alle in ihrem Umfeld sind optimistisch. Freunde warnen: Callcenter sei eine Knochenmühle. Schon nach wenigen Tagen habe man dort keinen Nerv mehr. Amelie und Sina lassen sich trotzdem nicht entmutigen – sie müssen es versuchen, haben schließlich kaum Alternativen.
Zwischen all dem Chaos drängen sich auch private Gefühle in den Vordergrund. Gespräche drehen sich um Beziehungen, heimliche Küsse, mögliche Verkuppelungen. Sina fragt, ob Bruno vielleicht mehr empfindet, als er zugibt. Amelie weicht aus, verweist darauf, dass dies Brunos Geschichte sei, nicht ihre. Doch die Spannung bleibt spürbar. Gerade die Mischung aus beruflichem Stress, existenziellen Sorgen und emotionalen Unsicherheiten macht ihre Lage so kompliziert.
Der Alltag im Callcenter bringt eine Abfolge von grotesken, teils komischen, teils nervenaufreibenden Szenen: Kundinnen, die Rabatt fordern, Omas, die nach altmodischem Parfüm fragen, Leute, die sich beschweren, weil Geräte nicht funktionieren, oder völlig unpassende Anrufe wie die einer Frau, deren Katze nicht mehr frisst. Amelie und Sina müssen lernen, auch mit absurden Anliegen professionell umzugehen – ganz so, wie es die „Big Five“ verlangen.
Im Hintergrund schwebt immer die drohende Konfrontation mit dem Vermieter. Er betont wieder und wieder, dass er ihnen nicht ewig Aufschub gewährt. Für ihn sind sie Schüler, die Verantwortung noch lernen müssen – besonders, wenn es um pünktliche Mietzahlungen geht. Die Mädchen wissen: Wenn sie im Callcenter scheitern, bleibt ihnen kaum noch eine Chance.

Trotz aller Widrigkeiten wächst langsam so etwas wie Routine. Amelie meistert weitere Gespräche, auch wenn sie manchmal improvisiert oder unsicher wirkt. Sina versucht, sich nicht entmutigen zu lassen, obwohl sie am liebsten weglaufen würde. Gemeinsam stützen sie sich gegenseitig, bestärken sich vor jedem Anruf mit Ritualen wie dem gemeinsamen Anzählen „eins, zwei, drei“.
Doch der Job frisst Energie. Die Abende enden erschöpft, hungrig und frustriert. Sie haben kaum noch Zeit für Schule oder Freunde. Selbst banale Dinge wie Essen oder Schlaf werden zur Herausforderung. Trotzdem klammern sie sich an die Hoffnung, dass sich mit dem Callcenter alles zum Besseren wenden könnte.
Die Episode endet mit einer Mischung aus Hoffnung und Unsicherheit. Zwar haben Amelie und Sina ihre ersten Telefonate überstanden und offiziell den Job ergattert, doch die Realität hat sie schon eingeholt: Überforderung, Chaos im Alltag und das Damoklesschwert der Miete lasten weiterhin schwer auf ihnen. Gleichzeitig bleibt offen, wie sich ihre privaten Beziehungen entwickeln – besonders in Bezug auf Bruno, dessen Gefühle im Raum stehen, aber unausgesprochen bleiben.
Alles deutet darauf hin, dass die nächsten Folgen zeigen werden, ob Amelie und Sina im harten Teleshopping-Alltag bestehen können – oder ob ihre Träume vom schnellen Geld schon bald an der Realität zerbrechen.