Neuzugang mit explosiver Vergangenheit: Simon Hilgers stellt Wiesenkirchen auf den Kopf!

von Wiesenkirchen – und mit ihm ein frischer, unerwartet vielschichtiger Konfliktstoff. Ben Braun übernimmt die Rolle des Simon Hilgers, einem Mann, der auf den ersten Blick ruhig, verantwortungsbewusst und bescheiden wirkt, dessen Vergangenheit jedoch weit weniger unbeschwert ist, als das Dorf zunächst ahnt. Als neuer Mitarbeiter im traditionsreichen Dorfgasthof „Alte Post“ bringt Simon nicht nur neue Dynamik, sondern auch eine faszinierende Ambivalenz in das Ensemble, das bisher eher durch eingespielte Routinen geprägt war.

Die „Alte Post“ – oft Schauplatz heiterer Feste, vertrauter Gespräche und stiller Momente – erhält mit Simon eine unerwartete erzählerische Schärfe. Bereits in den ersten Szenen wird deutlich, dass seine Ankunft kein Zufall ist. Die Kamera bleibt ungewöhnlich lange auf seinen Blicken liegen; es ist, als wolle die Serie dem Publikum einen stummen Hinweis geben, dass unter seiner Freundlichkeit eine Geschichte schlummert, die noch nicht erzählt wurde. Die Regie nutzt diesen Neuzugang bewusst als dramaturgisches Werkzeug: ein Fremder im vertrauten Mikrokosmos, ein Katalysator für längst überfällige Veränderungen.

Besonders spannend ist Simons Interaktion mit dem Team der „Alten Post“. Während einige Dorfbewohner ihn sofort willkommen heißen, reagieren andere mit spürbarer Vorsicht. Sein ruhiges, beinahe beobachtendes Wesen sorgt für leise Irritationen, und schnell wird klar, dass Simon mehr weiß – oder mehr versteht – als er zunächst zugibt. Gerade diese Zurückhaltung schafft eine fast filmische Spannung, die ungewöhnlich für eine Figur ist, die neu in eine bereits etablierte Serienwelt tritt. Er wirkt wie jemand, der versucht, sich unauffällig zu integrieren, aber sich gleichzeitig nicht vollständig öffnen kann.