„Mehr als nur Kollegen – Karin Thaler über den Zauber des ‚Rosenheim-Cops‘-Teams“

In einer Zeit, in der viele Produktionen kommen und gehen, gibt es wenige Serien, die so konstant Nähe, Wärme und Bodenständigkeit ausstrahlen wie Die Rosenheim-Cops. Hinter dem charmanten Krimi steckt nicht nur ein Erfolgsrezept aus bayerischem Humor und cleveren Fällen – sondern ein echtes Gefühl von Familie. Und genau das beschreibt Schauspielerin Karin Thaler jetzt in bewegenden Worten.

Seit über zwanzig Jahren steht sie als Marie Hofer vor der Kamera – eine Rolle, die längst mit ihr verwachsen ist. Doch wenn Thaler über ihre Arbeit spricht, dann geht es weniger um Drehbücher und Einschaltquoten, sondern um das Miteinander. „Wir sind keine Schauspieltruppe, die einfach nur zusammen arbeitet“, sagt sie. „Wir sind ein echtes Team – mit Herz, Humor und Vertrauen.“

Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl sei über die Jahre gewachsen, erzählt Thaler weiter. „Wenn du so lange gemeinsam drehst, teilst du nicht nur Szenen, sondern Lebenserfahrungen. Wir feiern Geburtstage zusammen, trösten uns bei Abschieden, lachen in den Drehpausen über den alltäglichen Wahnsinn. Das verbindet.“

Auch die Zuschauer spüren diese Energie. Vielleicht ist es genau dieses unsichtbare Band, das Die Rosenheim-Cops zu einer der beliebtesten ZDF-Serien gemacht hat. Auf dem Bildschirm wirkt alles harmonisch – und laut Thaler ist das keine Fassade. „Natürlich gibt es auch mal Meinungsverschiedenheiten“, sagt sie mit einem Lächeln. „Aber das Schöne ist: Wir reden darüber. Wir kennen uns so gut, dass wir wissen, wann jemand eine Umarmung braucht – oder einfach nur Kaffee.“

Besonders berührend beschreibt Thaler den Zusammenhalt in schweren Zeiten, etwa nach dem Tod von Joseph Hannesschläger, der viele Jahre den Kommissar Hofer verkörperte. „Das war eine Wunde, die wir gemeinsam getragen haben“, sagt sie leise. „Aber sie hat uns auch gezeigt, was für eine Familie wir geworden sind.“

Heute, viele Jahre und unzählige Folgen später, spürt man diesen G

eist noch immer. Für Karin Thaler ist es das, was ihre Arbeit so besonders macht. „Ich gehe jeden Tag gerne ans Set. Weil ich weiß: Ich komme nicht zur Arbeit – ich komme nach Hause.“

Mit dieser Haltung ist sie nicht nur das Herz der Serie, sondern auch ihr emotionales Rückgrat. Zwischen Lachen, Dreharbeiten und Drehbuchzeilen entsteht in Rosenheim etwas, das man kaum spielen kann – echte Verbundenheit. Und genau das macht diese Serie unsterblich.