Die Landarztpraxis heute: So geht es am 11.11.25 weiter

In Wiesenkirchen brodelt es wieder – nicht nur wegen kleiner Unfälle, sondern vor allem wegen großer Gefühle, verletzter Eitelkeiten und dem unbarmherzigen Dorftratsch. Alles beginnt harmlos mit einem Sturz: Isa, die wilde und unerschrockene junge Frau, landet mit dem Fahrrad unsanft am Boden. Für die Dorfbewohner ist schnell klar: Das ist das neue Gesprächsthema Nummer eins. Und als wäre das nicht genug, entwickelt sich die Geschichte in Rekordgeschwindigkeit zum romantischen Märchenstoff – zumindest in den Köpfen der Leute.

Denn Lukas, der aufopferungsvolle Freund, ist sofort zur Stelle. Ohne zu zögern, hebt er Isa auf und trägt sie in die Praxis. Für das Dorf ist die Sache eindeutig: Der Held rettet die Jungfrau in Not. Schon bald läuten in der Fantasie der Nachbarn die Hochzeitsglocken. Isa und Lukas, so das Urteil des Dorfklatsches, wären das perfekte Paar – ein neues „Traumduo“, das man schon überall tuscheln hört.

Doch Isa selbst sieht das ganz anders. Für sie war es nichts weiter als eine peinliche Szene. Sie war verletzt, Lukas hat geholfen – Ende der Geschichte. Trotzdem muss sie sich gegen die neugierigen Blicke und Andeutungen wehren. Immer wieder wird sie geneckt, dass sie und Lukas doch „so süß zusammenpassen“. Isa widerspricht entschieden: Zwischen ihnen läuft nichts, sie sind einfach nur Freunde und Mitbewohner. Doch je mehr sie das betont, desto mehr heizen andere die Gerüchte an.

Parallel dazu entlädt sich eine ganz andere Gefühlslawine. Solina, die Tochter im Dorf, erfährt am Telefon eine Nachricht, die ihr den Boden unter den Füßen wegzieht: Ihr Exfreund Patrick heiratet. Und nicht irgendjemanden – sondern Patrizia, Solinas ehemalige Arbeitskollegin, über die beide früher nur gelästert haben. Nun hat das Schicksal offenbar zugeschlagen: Patrick und Patrizia haben sich gesucht und gefunden, sie ziehen in die Wohnung ein, die Solina

einst gemeinsam mit Patrick beziehen wollte. Für Solina ist das wie ein Dolchstoß ins Herz. Während Patrick ihr altes Leben führt, sitzt sie wieder bei ihren Eltern im Kinderzimmer. Wut, Schmerz und Enttäuschung kochen hoch – das Dorf bekommt ein weiteres Drama, über das es reden kann.

Isa selbst hat unterdessen ihre eigenen Sorgen: In der Praxis wird sie gründlich untersucht. Zum Glück handelt es sich nicht um eine Fraktur, sondern um eine schwere Bänderdehnung. Schmerzhaft, aber nicht lebensbedrohlich. Die Diagnose lautet: ein Supinationstrauma am Knöchel. Für Isa heißt das: Krücken, Schonung, aber immerhin keine Operation. Trotz des Schmerzes macht sie ihre lockeren Sprüche – doch sie merkt, dass die Leute ihre Situation mit einem Augenzwinkern romantisieren. Wieder und wieder wird sie darauf hingewiesen, wie liebevoll Lukas sie getragen hat. Für das Dorf ist es ein Zeichen, für Isa ein lästiges Missverständnis.

Doch Lukas kommt ebenfalls nicht ungeschoren davon. Beim gemeinsamen Essen wird er von Freunden und Bekannten aufgezogen. Er sei doch der „Märchenprinz“, der seine Isa auf Händen getragen habe. Manche behaupten sogar, sie hätten ein heimliches Strahlen in seinem Gesicht gesehen. Lukas wehrt sich vehement: Für ihn war es ein Notfall, nichts weiter. Isa sei seine Freundin, ja – aber rein platonisch. Trotzdem merkt man ihm an, dass die Andeutungen etwas in ihm bewegen. Und die anderen sind sich sicher: So kümmert man sich nicht um „nur eine Freundin“.

Die Spannung steigt, als Schreiner Gert erzählt, Lukas sei beim Unfall von Isa losgesprintet, als hätte „der Teufel ihn geritten“. Das Dorf interpretiert das als Beweis echter Gefühle. Lukas bleibt dabei: Er würde für jeden so handeln – selbst für Menschen, die er nicht mag. Doch die Zweifel bleiben.

Währenddessen kocht das Familiendrama rund um Solina weiter. Ihr Vater versucht, sie zu trösten. Er sagt, dass sie froh sein könne, nicht in die Wohnung mit Patrick gezogen zu sein, und dass sie in ihrer Familie geliebt werde. Doch Solina will diese Worte nicht hören. Für sie ist es blanke Ungerechtigkeit: Patrick lebt ihr Leben, während sie allein zurückbleibt. Der Schmerz sitzt tief, und auch wenn ihre Familie sie stützt, fühlt sie sich wie die Verliererin einer Geschichte, die eigentlich ihre hätte sein sollen.

Parallel dazu kämpfen andere Figu