Albtraum Mitbewohner! Wer hat DEN eingeladen?! | Berlin – Tag & Nacht
Ich weiß, dass extreme Scheiße auf dem Boot passiert
Was als vermeintlich ruhiger Alltag auf dem Boot beginnt, entwickelt sich rasch zu einem einzigen Chaos voller Missverständnisse, Eindringlinge, Streitigkeiten um Privatsphäre und am Ende einer Entscheidung, die das Zusammenleben für immer verändern wird.
Alles startet mit einer scheinbar banalen Diskussion: der Kühlschrank ist leer. Käse fehlt – egal ob Frischkäse, Scheibenkäse oder Feta – und selbst die heißgeliebte Wurst mit Schnittlauch ist nicht mehr da. Dazu noch der Hinweis, bitte Muffins mit Schokolinsen auf die Einkaufsliste zu setzen. Eine kleine Szene, die schon andeutet, wie angespannt die Stimmung an Bord ist: Kleinigkeiten werden übergroß, während sich im Hintergrund ein viel größeres Drama zusammenbraut.
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Plötzlich betreten drei fremde Männer im Blaumann die Kabine. Niemand weiß, wer sie geschickt hat, und für einen Moment glaubt man fast an eine absurde Überraschungsparty mit Strippern. Doch die Fremden erklären kühl, sie seien für eine „Grundreinigung“ geschickt worden – im Auftrag von Herrn Berger. Der Ton kippt: anstatt sich vorzustellen, drängen sie einfach hinein, arbeiten nach einem strengen Zeitplan und lassen keinen Widerspruch gelten. Das Unbehagen wächst, noch dazu, weil es später heißt, drei Männer seien gekommen, aber nur zwei im Raum bleiben. Der dritte verschwindet spurlos. Sofort macht sich Panik breit: ist das der Auftakt zu einer True-Crime-Story, in der sie selbst Opfer werden könnten?
Mitten in diesem Durcheinander kündigt eine Mitbewohnerin an, dass sie dringend zum Frauenarzt müsse. Ein Termin, den man nicht einfach verschieben kann. Doch zurück bleibt die Sorge, in einer Situation mit fremden Männern allein gelassen zu werden. Die Angst steigert sich bis zur Überzeugung, dass sie bald Stoff für eine düstere Podcast-Episode sein könnte.
Doch das eigentliche Drama entfaltet sich, als klar wird: Einer der Anwesenden – Pete – will dauerhaft in die Kabine einziehen. Für die anderen ist das ein Schock. Schon bisher war es schwer genug, Privatsphäre zu bewahren. Doch nun bedeutet es, dass Pete, der ohnehin als laut, aufdringlich und chaotisch gilt, Tag und Nacht präsent sein wird. Diskussionen brechen aus: warum bezieht er nicht die freie Kabine unten? Offiziell heißt es, „für den Frieden“ solle man nachgeben. Doch insgeheim weiß jeder: Pete drängt sich auf, er will Macht demonstrieren.
Als die Grundreiniger schließlich auch Möbel und Kartons durch die Kabine schleppen, wirkt alles wie ein Umzugsszenario. Fotos, Dekorationen und dubiose Gegenstände tauchen auf – einige sehen verdächtig nach Sexspielzeug aus. Die Stimmung kippt in groteske Komik, als jemand meint, das Wohnzimmer gleiche nun eher einem Puff als einem Zuhause. Es entsteht eine Mischung aus Scham, Wut und Fassungslosigkeit: wie soll man hier künftig Gäste empfangen, wenn alles nach Petes Geschmack überladen und anzüglich wirkt?
Trotzdem versucht man, die Fassade der „Harmonie“ aufrechtzuerhalten. Doch die Zweifel wachsen: Wird Pete hier ein- und ausgehen, wann er will, und alles an sich reißen? Die Angst, nie wieder Ruhe zu haben, schleicht sich in jede Unterhaltung. Mehrfach betont jemand, er habe geschworen, nie wieder mit Pete zusammenzuleben. Zwar sei er Familie – sogar Onkel –, doch genau das mache es noch schlimmer: man kann sich ihm kaum entziehen, gleichzeitig raubt er Freiheit und Leichtigkeit.
Die Diskussion mündet in eine klare Erkenntnis: Man müsse Pete irgendwie dazu bringen, dass er von selbst wieder ausziehen will. Doch das ist leichter gesagt als getan. Währenddessen steigert Pete selbst die Absurdität: laute Musik, exzessive Partys, Alkoholspielchen und Sprüche, die das Leben an Bord in einen endlosen Karneval verwandeln sollen. Für ihn ist alles „cool“, „geil“ und „lustig“. Für die anderen ist es ein Albtraum.
Die Szenen nehmen groteske Züge an. Pete bringt nicht nur merkwürdige Dekorationen und Getränke ins Haus, sondern sogar Elektrogadgets, die keiner bedienen darf. Er protzt mit einer täglich bezahlten Putzfrau, was ihm noch mehr Freiheit zum Chaos verschafft. Und dann beginnt die exzessive Feier: Gläser klirren, Alkohol fließt, Lieder werden lauthals gegrölt. Die Stimmung kippt endgültig in eine Mischung aus Verzweiflung und Resignation.
Zwischen all dem Chaos schiebt sich plötzlich ein seltsames Thema in den Vordergrund: eine Puppe namens „Pippi“. Für einen der Mitbewohner hat sie offenbar eine tiefe emotionale Bedeutung, fast wie ein Familienmitglied. Als sie plötzlich verschwindet, bricht Panik aus. Der Ton wird dramatisch, ja fast tragisch: Pippi darf nicht verloren gehen, denn sie symbolisiert mehr als ein Objekt – sie steht für eine fragile Ordnung, die in diesem Chaos allmählich zerbricht.
Gleichzeitig mischen sich Träume und Sehnsüchte in die Realität. Einer erzählt von einem seltsamen Traum über Sarah, der ihn nicht mehr loslässt. Gefühle, die hochkommen, verstärken die Unsicherheit: ist das alles nur Zufall oder bahnt sich etwas Neues an?
Doch die zentrale Bedrohung bleibt: Pete ist nun offiziell Teil des Haushalts. Er bringt seine eigenen Vorstellungen mit, sein lautes, übergriffiges Verhalten und sein unerschütterliches Selbstbewusstsein. Niemand kann ihn aufhalten. Und je mehr man versucht, sich zu wehren, desto deutlicher wird: das Boot ist kein Zuhause mehr, sondern eine Bühne für Petes endlose Show.
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Die Figuren schwanken zwischen Wut, Resignation und Angst. Einerseits wollen sie Harmonie bewahren, andererseits fühlen sie sich in ihrer eigenen Welt verdrängt. Die Aussicht, dass Pete das Wohnzimmer, die Kabine und sogar die Zukunft bestimmt, wirkt wie ein unausweichlicher Albtraum. Selbst die Musik, die plötzlich aus Lautsprechern dröhnt, scheint ein Symbol zu sein: fortan wird der Alltag von Petes Rhythmus bestimmt, nicht mehr von den anderen.
Am Ende bleibt ein bitteres Fazit: Niemand glaubt mehr, dass sich die Situation verbessern wird. Stattdessen wächst die Überzeugung, dass dieser Einzug der Anfang vom Ende des friedlichen Zusammenlebens ist. Das Boot, einst ein Ort der Gemeinschaft, droht unter der Last von Petes Dominanz, fremden Eindringlingen, verschwundenen Puppen und endlosen Partys zu zerbrechen.
Der Plot-Spoiler endet mit einem düsteren Ausblick: Auf einer Skala von eins bis „Pete zieht aus“ ist die Lage katastrophal. Kein Mensch wird das wieder in Ordnung bringen können. Die Figuren stehen vor einem Albtraum ohne Erwachen – und das Boot wird nie wieder so sein wie zuvor.